Eine Bremsrolle ist eine spezielle Förderkomponente, die dazu dient, Gegenstände auf einer Schwerkraft- oder angetriebenen Förderstrecke anzuhalten, die Geschwindigkeit zu steuern oder Gegenstände anzusammeln. Es fungiert als kontrollierter Widerstandspunkt innerhalb eines Systems, das ansonsten freie Bewegung ermöglicht.
Der Hauptzweck einer Bremsrolle besteht darin, die Bewegung und den Abstand von Produkten sicher zu steuern, wenn ein unkontrolliertes Rollen oder Gleiten (aufgrund der Schwerkraft oder des Impulses) zu Schäden, Staus oder Sicherheitsrisiken führen könnte. Es ermöglicht eine präzise Kontrolle in Zonen ohne Stromversorgung oder mit niedriger Spannung.
Bremsrollen wirken, indem sie Reibung auf die rotierende Oberfläche oder Welle der Förderrolle ausüben. Es gibt zwei Hauptimplementierungsmethoden:
Externe Bremseinheit (am häufigsten):
Eine modulare Bremsvorrichtung wird auf das Wellenende einer Standard-Förderrolle (Schwerkraftrolle oder Längswellenrolle) geklemmt.
Prinzip: Im Inneren der Bremseinheit werden innenliegende Reibscheiben bzw. -beläge gegen das feststehende Gehäuse gedrückt. Der Einstellknopf steuert die Klemmkraft, die auf die Rollenwelle übertragen wird und so einen Drehwiderstand erzeugt.
Hauptmerkmal: Einstellbar. Die Bremskraft kann durch Drehen eines Knopfes fein eingestellt werden, sodass der Bediener genau den „Halt“ einstellen kann, der für unterschiedliche Produktgewichte erforderlich ist.
Integrierte Bremsrolle (motorisierte Rolle mit Bremse):
Der Bremsmechanismus ist in einer motorisierten Antriebsrolle (MDR) eingebaut.
Prinzip: Oft eine elektromagnetische Bremse. Wenn der Motor mit Strom versorgt wird, wird die Bremse gelöst; Bei Stromausfall wird die Bremse automatisch aktiviert und die Walze sofort blockiert. Dadurch entsteht kein Druckstau und ein Auslaufen wird verhindert.
Bremsrollen sind in den folgenden Szenarien von entscheidender Bedeutung:
Geneigte Förderabschnitte: In Abständen auf Schwerkraftrollenförderern platziert, um zu verhindern, dass Produkte unkontrolliert bergab beschleunigen und ineinander stoßen.
Stauzonen: Wird in drucklosen Stauförderern verwendet. Die Bremsrolle jeder Zone hält Produkte zurück, bis die stromabwärts gelegene Zone frei ist, und verhindert so Leitungsdruck und Produktschäden.
Sortier- und Zusammenführungslinien: Steuert die Zufuhrgeschwindigkeit von Produkten zu einer Hauptlinie oder einem Sortierer und sorgt so für den richtigen Abstand und die richtige Ausrichtung.
Prozessstationen: Stoppt ein Produkt an einer genauen Stelle zum Verpacken, Etikettieren, Prüfen oder Zusammenbauen.
Laststabilisierung: Verhindert, dass schwere Paletten oder Lasten bei leichten Steigungen zurückrollen.
Erhöhte Sicherheit: Verhindert außer Kontrolle geratene Produkte und unkontrollierte Kollisionen.
Produktschutz: Beseitigt Leitungsdruck und Stoßschäden während der Ansammlung.
Prozesskontrolle: Ermöglicht eine präzise Positionierung und regulierte Vorschubgeschwindigkeiten.
Flexibilität: Anpassbare Modelle können vor Ort auf unterschiedliche Produkte abgestimmt werden.
Energieeffizienz (für MDRs): Integrierte Bremsen in motorisierten Zonen ermöglichen eine Akkumulation ohne ständigen Stromverbrauch.
Produktgewicht: Das Bremsmoment muss ausreichen, um das schwerste Produkt bei maximaler Steigung zu halten.
Einstellbarkeit vs. Fest: Bestimmen Sie, ob eine Anpassung während des Betriebs erforderlich ist oder ob eine feste Einstellung ausreichend ist.
Umgebung: Standardbremsen sind für saubere, trockene Umgebungen vorgesehen. Nass- oder Korrosionsumgebungen können Edelstahl- oder speziell abgedichtete Einheiten erfordern.
Integration: Muss mit dem Rollendurchmesser, der Wellengröße und dem Gesamtdesign des Fördererrahmens kompatibel sein.
Wartung: Externe Bremseinheiten müssen möglicherweise regelmäßig überprüft und neu eingestellt werden, da die Reibmaterialien verschleißen.