Ein flexibler Förderer ist ein Förderertyp, der sich biegen und drehen kann, um Hindernisse zu umgehen oder enge Räume zu erreichen. Flexible Förderbänder werden häufig in Fabriken oder Lagerhäusern eingesetzt, wo Gegenstände um Ecken oder durch enge Öffnungen transportiert werden müssen. Sie werden aber auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt, beispielsweise auf Flughäfen, wo sie zum Transport von Gepäck oder anderen Gegenständen um enge Kurven genutzt werden können. Flexible Förderer sind in verschiedenen Größen erhältlich und können individuell an die spezifischen Anforderungen jeder Anwendung angepasst werden.
Ein typischer flexibler Förderer besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:
Grundrahmen (fester Abschnitt): Beherbergt das Antriebssystem, den Steuerschrank und die Verbindungsschnittstelle für die Teleskopabschnitte.
Teleskop-Träger: Besteht aus mehreren Abschnitten eines Metall-Trägers, die ineinander verschiebbar und verschachtelt sind und so eine flexible Längenanpassung ermöglichen.
Fördersystem (Kernunterscheidung):
Angetriebene Rollenabschnitte: Wichtige Teile des Förderwegs (normalerweise der Eingang, der Mittelabschnitt oder die gesamte Länge) sind mit motorbetriebenen Rollen ausgestattet. Jede Rolle oder Rollengruppe wird von einem Motor angetrieben (normalerweise motorisierte Rollen oder Motoren mit Zahnradsätzen), um die Schubkraft für die Waren bereitzustellen.
Rollenabschnitte ohne Antrieb (Schwerkraft): In bestimmten Bereichen, insbesondere im verlängerten Abschnitt, der in das Fahrzeug hineinreicht, können Rollen ohne Antrieb installiert sein. Diese basieren auf dem Eigengewicht oder der Trägheit der Ware, um sich auf einem leicht geneigten Fachwerk zu bewegen. Eine häufigere Lösung besteht darin, in der gesamten Maschine angetriebene Rollen zu verwenden, um eine zuverlässige Förderung zu gewährleisten.
Rollenmaterial: Normalerweise Stahlrollen mit einer Gummibeschichtung, um die Reibung zu erhöhen, für Dämpfung zu sorgen und die Waren zu schützen.
Antriebs- und Steuerungssystem:
Teleskopantrieb: Ein unabhängiger Motor treibt Ketten oder Drahtseile an, um die Traversenabschnitte auszufahren oder einzufahren.
Förderantrieb: Mehrere verteilte motorisierte Rollen arbeiten koordiniert, wobei das Steuerungssystem einen synchronisierten Betrieb gewährleistet.
Steuerungssystem: Nutzt eine SPS-Steuerung für die präzise Steuerung von Teleskopieren, Fördern, Geschwindigkeitsregelung (z. B. über Frequenzumrichter) und verfügt über eine Staufördertechnik (Staudruck ohne Druck) – wenn vorausfahrende Güter blockiert werden, stoppen die Rollen in dieser Zone automatisch, um ein Quetschen zu verhindern.
Hebevorrichtung: Der Kopfteil ist normalerweise mit einem Hebemechanismus (hydraulisch oder elektrisch) ausgestattet, um die Ebene des Rollenbetts an die Höhe des Fahrzeugbodens anzupassen.
Mobilitäts- und Stabilisierungssystem: Die Basis ist mit Rollen und verstellbaren Stützbeinen für einfache Bewegung und sichere Positionierung ausgestattet.
Arbeitsablauf:
Positionieren und sichern Sie die Ausrüstung.
Betätigen Sie die Teleskop- und Hebefunktionen, um das Rollbett sanft in den Fahrzeuginnenraum auszufahren und am Boden auszurichten.
Starten Sie das System. Waren (z. B. Paletten, Metallkisten, Großgeräte, gebündelte Waren) werden am Einlaufende auf die Rollen gelegt.
Die angetriebenen Rollen drehen sich und befördern die Ware gleichmäßig an die vorgesehene Position im Fahrzeug. Am Eingangspunkt können die Arbeiter kontinuierlich Waren zuführen.
Beim Entladen erfolgt der umgekehrte Vorgang, wobei die Ware aus dem Fahrzeuginneren zum Dock befördert wird.
Extrem hohe Tragfähigkeit: Speziell für schwere, einheitliche Ladungen entwickelt und in der Lage, palettierte Güter mit einem Gewicht von Hunderten von Kilogramm bis zu mehreren Tonnen problemlos zu transportieren, während Bandförderer typischerweise für mittlere bis leichte Kartonladungen geeignet sind.
Stabiler Transport, kein Verrutschen: Die Rollen fahren direkt gegen den Boden der Güter und eignen sich daher besonders für Güter mit hartem, flachem Boden (z. B. Paletten, Stahlregale, große Geräte), wodurch die Gefahr eines Bandrutschens vermieden wird.
Einfachere Implementierung von Akkumulation und Zusammenführung/Teilung: Die unabhängige Steuerung angetriebener Rollen erleichtert die Integration in komplexe automatisierte Systeme und ermöglicht die Warteschlangen-, Zusammenführungs- und Sortierung von Waren.
Verschleißfest und langlebig: Die Rollenstruktur ist im Vergleich zu Riemen widerstandsfähiger gegen Kratzer durch scharfe Gegenstände und Stöße durch schwere Güter und bietet eine längere Lebensdauer und eine relativ einfachere Wartung.
Unterschiedliche Eignung für Warenarten: Es ist die ideale Wahl für den Transport von Einheitsgütern wie Paletten, Behältern, Geräten, Steinplatten und Industriekomponenten. Bandförderer eignen sich besser für lose Kartons, Pakete, Sackware usw.
Palettenlogistikzentren: Zum Be- und Entladen vollständiger Palettengüter auf/von LKWs.
Fertigung und Fabriklogistik: Handhabung großer Komponenten, Formen und fertiger Ausrüstung.
Haushaltsgeräte- und Möbelindustrie: Transport großer Güter wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Schränke.
Kühlkettenlogistik: Laden/Entladen palettierter Tiefkühlkost.
Häfen, Güterbahnhöfe: Als Hilfsausrüstung zum schnellen Be- und Entladen kleiner Stückgüter in Containern.
Schnittstelle für automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme (AS/RS): Dient als flexible Verbindungsbrücke zwischen dem Lagersystem und den Transportfahrzeugen.